Statistiken

Wie viele Kinder verunglücken im Straßenverkehr in Deutschland jährlich und welches Fortbewegungsmittel ist für die Kleinen am gefährlichsten? Diese und weitere Fragen zu Unfallarten und Sicherheitslücken für Kinder im PKW werden Ihnen hier, unter anderem anhand von Informationen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), beantwortet. Informieren Sie sich über den aktuellen Stand der Verkehrsstatistiken zu Kindern, und lernen Sie die Gefahren im Straßenverkehr kennen, um Ihre Kinder besser davor zu schützen.

 

Kinder verunglücken zwar zunehmend weniger, der PKW bleibt jedoch das gefährlichste Fortbewegungsmittel für Kinder

Während im Jahr 1978 noch 72.129 Kinder verunglückten, fiel die Anzahl kontinuierlich bis auf 29.321 Kinder in 2012.

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Rund ein Drittel der verunglückten Kinder kam im Jahr 2012 als Insasse in einem PKW oder auf einem Fahrrad zu Schaden.

 

Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz zehn

Im Vergleich zu den anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union gehört Deutschland nach der Anzahl der in Verkehrsunfällen tödlich verunglückten Kinder mit zu den zehn sichersten Ländern. Während in Rumänien in 2011 noch 26 Kinder pro einer Million Einwohner bei Verkehrsunfällen starben, waren es in Deutschland acht Kinder pro einer Million Einwohner in 2011 und insgesamt 73 Kinder. Geringere Zahlen haben hingegen Irland, Italien, Zypern, Schweden, die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich. Diese Ergebnisse zeigen, dass nach wie vor alles dafür getan werden muss, dass die Zahlen weiter sinken.


Gefahr für Kinder unterscheidet sich je nach Unfallart

Sicherheit geht vor! Das ist die Einstellung vieler Eltern.

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So sollten Kindersitze die Kleinen in jedem möglichen Unfallszenario sichern. Doch welche Art von Unfällen gibt es? Hier lassen sich vier Kategorien unterscheiden:

Die häufigste Unfallart in Deutschland stellen Frontallunfälle mit 37 Prozent dar. Hier wird das Kind in der Regel nach vorne geschleudert. Normalerweise treffen Autos bei einem Frontalaufprall nie ganz gerade, sondern in einem leicht versetzten Winkel auf. Dies kann unterschiedliche Auswirkungen für das Kind haben.

Am zweithäufigsten kommen mit 24 Prozent Unfälle mit mehreren Aufprallen* vor, gefolgt von Seitenaufprallen (20 Prozent). Der Heckaufprall ist mit 19 Prozent die am wenigsten auftretende Unfallart.

Wichtig für die Entscheidung bei der Wahl des Kindersitzes ist, dass das Kind in allen möglichen Unfällen so sicher wie möglich geschützt ist.

*Unter „Unfällen mit mehreren Aufprallen“ fallen Unfälle, in denen das Auto mehr als ein Auto oder einen Gegenstand trifft. Dazu gehören auch Überschlagsunfälle.


Anzahl der Unfälle mit Kindern in Deutschland sinkt in 2012
Kinder verunglücken am häufigsten im Auto

Positive Ergebnisse liefert die Studie des Statistischen Bundesamtes zu Verkehrsunfällen und Kinderunfällen im Straßenverkehr.

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So sank die Zahl der Unfälle mit Kindern von 2011 zu 2012 um 4,4 Prozent. Die Zahl der verunglückten Kinder in Deutschland lag bei 29.321.

Die Statistiken zeigen allerdings auch, dass jeweils rund ein Drittel der verunglückten Kinder in einem PKW oder auf einem Fahrrad zu Schaden kam. Die Zeit bis zur  Einschulung ist für Kinder am gefährlichsten: Kleinkinder im Alter bis sechs Jahren sind meist im PKW ihrer Eltern unterwegs und verunglückten hier auch mit 61,3 Prozent in 2012 am häufigsten. Bei Kindern zwischen sechs bis neun Jahren liegt die Zahl der verunglückten Kinder in einem PKW ihrer Eltern bei 38,4 Prozent.

Erfreulich ist, dass insgesamt weniger Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. So starben in Deutschland 73 Kinder in 2012, während es im Vorjahr noch 86 Kinder und im Jahr 2010 sogar 104 Kinder waren. Doch die Kinder, die im Jahr 2012 in Verkehrsunfällen ums Leben kamen, verloren dies fast zur Hälfte bei einem Unfall im PKW. Diese Zahl stieg im Vergleich zu 2011 auch leicht an. Zusammenfassend ist zu sagen, dass im Jahr 2012 immer noch alle 18 Minuten ein Kind im Alter unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden kam.

Basis für die Analyse des Unfallgeschehens der Kinder unter 15 Jahren sind die Ergebnisse der Straßenverkehrsunfallstatistik für das Jahr 2012. Auskunftspflichtig für die Daten, die dieser Statistik zugrunde liegen, ist nach dem Gesetz die Polizei. Unfälle, zu denen die Polizei nicht hinzugezogen wurde, werden in der Statistik nicht erfasst. Nachgewiesen werden die Unfälle nach dem Inlandskonzept: Es werden unabhängig von der Nationalität nur die Unfälle und Verunglückte registriert, die sich auf deutschen Straßen ereigneten oder zu Schaden kamen.

Mehr Information zur Studie finden Sie hier.


Immer noch werden zu viele Kinder nicht altersgerecht gesichert: Dies ergab die Studie “Gurte, Kindersitze, Helme und Schutzkleidung – 2013“ der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Obwohl generell fast alle Kinder gesichert waren, entspricht die Sicherung doch nicht immer ihren speziellen Ansprüchen.

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Dies ergab die Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen, die jährlich die Sicherungsquoten von PKW-Insassen und das Tragen von Schutzhelmen und Schutzkleidung bei Zweiradbenutzern untersucht. Die im Rahmen der Studie gesammelten Daten ergaben eine Gesamtsicherungsquote bei Kindern von 98 Prozent in 2013 und fielen damit zu dem Ergebnis von 2012 um einen Prozentpunkt. Aufgeteilt auf die Straßenarten lagen die Zahlen bei Autobahnen bei 100 Prozent (2012: 100 Prozent), bei Landstraßen bei 98 Prozent (2012: 99 Prozent) und im Innerortsbereich bei 97 Prozent (2012: 97 Prozent).

Wenn somit nach der Statistik fast alle Kinder gesichert sind, zeigt die Studie aber auch, dass viele Kinder nicht altersgerecht im Auto angeschnallt sind. So wird ein Teil der Kinder durch Erwachsenengurte und somit nicht kindgerecht im Auto geschützt.

Die Zahl der verwendeten Rückhaltesysteme auf Landstraßen fiel von 90 Prozent in 2012 auf 85 Prozent in 2013. Somit schützen 15 Prozent der verantwortlichen Fahrzeugführer ihre mitfahrenden Kinder unter 12 Jahren nicht mit Kindersitzen. Dies ist ein Rückgang um fünf Prozent zu 2012 und sogar um sieben Prozent zu 2011.
Innerorts ist diese Zahl sogar noch größer: Hier wurden im Jahr  2013 nur 82 Prozent der Kinder mit Kindersitzen gesichert, 15 Prozent nur mit Gurten und drei Prozent der Kinder gar nicht.

Auch bei Kindern unter fünf Jahren hat sich die Verwendung von Kinderrückhaltesystemen verschlechtert: Auf Landstraßen wurden in 2013 nur 89 Prozent der Kinder bis fünf Jahre und innerorts 90 Prozent mit einem Kinderrückhaltesystem gesichert, während es im Vorjahr noch 91 Prozent und in 2011 sogar 97 Prozent inner- und außerorts waren. Drei Prozent dieser Altersgruppe war sogar völlig ungesichert.  

Auch in der Altersgruppe ab sechs Jahren zeigte sich, dass viele Eltern die Bedeutung eines Kindersitzes unterschätzen: So wurden 81 Prozent (2012: 89 Prozent) auf Landstraßen und nur 73 Prozent auf Innortsstraßen mit Kindersitzen im Jahr 2013 gesichert (2012: 73 Prozent). Auf Landstraßen wurden 18 Prozent, auf Innerortsstraßen 24 Prozent der Kinder ab sechs Jahren mit Erwachsenengurten und damit nicht altersgerecht angeschnallt. Ein Prozent dieser Altersgruppe war völlig ungesichert. Wenngleich die Gesamtsicherungsquote in dieser Altersgruppe gegenüber 2012 annähernd konstant geblieben ist, sind insbesondere auf Landstraßen deutlich weniger Kinder altersgerecht gesichert.  

Die BASt beobachtete im Rahmen der Studie 18.600 PKWs mit 25.789 erwachsenen PKW-Insassen, ergänzt um eine Zusatz-Stichprobe von 3.898 Erwachsenen Fond-Insassen und 3.918 kindersitzpflichtigen Kindern bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres.


Der Kindersitz-Check des ADACs deckt auf: Fast ein Drittel der Kinder unter 12 Jahren sind nicht richtig gesichert 

Der ADAC prüfte in Zusammenarbeit mit der Polizei im Jahr 2011 in elf Bundesländern 2.325 Kinder in Autos auf dem Weg zum Kindergarten und zu Schulen…

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und zog eine erschreckende Bilanz: Bei Kindergartenkindern fiel die oftmals falsche Bedienung der Kindersitze auf (16 Prozent), während diese bei Grundschülern gar nicht oder falsch zum Einsatz kam (20 Prozent).

Erfahren Sie mehr Details hier.

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