Sicherheitstipps

Wie wird ein Auto-Kindersitz richtig befestigt?

Wie wird ein Auto-Kindersitz richtig befestigt?


Was nützt ein Tresor, wenn man ihn offen stehen lässt? Ähnliches gilt auch für einen Kindersitz. Wenn dieser nicht richtig im Auto eingebaut ist, bietet er bei einer Vollbremsung oder einem Unfall im schlimmsten Falle gar keinen Schutz, da er sich vom Autositz löst. Fakt ist: Statistisch gesehen ist nur jeder dritte Sitz ordnungsgemäß befestigt.*


Eine feste Montage des Kindersitzes im Auto (z.B. mit ISOFIX) bietet wirksamen Schutz, denn eine  Bremsverzögerung des PKWs wird sofort an den Kindersitz weiter gegeben.


Gut zu wissen: Ein Kindersitz, der mit den Fahrzeuggurten montiert wurde, sollte leicht "hochhüpfen", wenn das Gurtschloss vom Fahrzeuggurt gelöst wird. Dies ist ein Zeichen, dass der Einbau wirklich fest und der Kindersitz richtig ins Polster gepresst war.

Neben dem Fahrzeuggurt gibt es aber noch weitere Systeme zur Sicherung von Kindersitzen. Diese wurden vor allem entwickelt, da die Fehlerquelle des richtigen Einbaus mit Fahrzeuggurten statistisch gesehen sehr hoch ist. Neuere Haltesysteme sind ISOFIX und Top Tether.

*(Unfallforschung der Versicherer, UDV, Studie zum Fehlgebrauch, 2008)


Installation eines Kindersitzes mit ISOFIX

Einen besonders sicheren Schutz bietet nach Stiftung Warentest das Sicherungssystem „ISOFIX“.

ISOFIX ist ein spezielles Haltesystem für Kindersitze. Am ISOFIX-Kindersitz befinden sich zwei "Greifarme", die in die passenden Gegenstücke im Fahrzeug (in der Fuge zwischen Sitz und Rücklehne) eingerastet werden und den Kindersitz mit der Karosserie des Autos verankern. Hierdurch entsteht eine absolut feste Verbindung zwischen Kindersitz und Auto. So wird bei einem Unfall die Bremsverzögerung des Fahrzeugs unmittelbar an den Kindersitz weiter gegeben. Für das Kind bedeutet das, dass die Belastung für die Wirbelsäule und das Risiko einer Kopfverletzung reduziert werden. Die Fehlbedienungsgefahr von Kindersitzen konnte durch ISOFIX insgesamt deutlich gesenkt werden.

Dies ist auch das Ergebnis einer Untersuchung des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Die Studie "Kinder im Auto" kommt sogar zu dem Ergebnis, dass die Versuchsgruppe mit der genormten Steckverbindung ISOFIX gar keine Einbaufehler gemacht hat.

Neben Kindersitzen, die direkt via ISOFIX mit dem Auto verbunden werden, werden einige Kindersitze mithilfe einer ISOFIX-Basis befestigt, die im Auto bleibt. Die Babyschale oder der Kindersitz rasten dann auf dieser Basis ein. Der Vorteil hierbei ist, dass der Sitz samt Kind bequem aus dem Auto genommen werden kann.

Generell gilt: Das Fahrzeug muss über ein ISOFIX-System verfügen (einige ältere Modelle haben dieses System noch nicht integriert). Ferner muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der ISOFIX-Sitz Ihrer Wahl für Ihr Fahrzeug zugelassen ist. Die Zulassung zeigt, dass der Anbieter den Sitz auch mit Ihrem Fahrzeugmodell getestet hat. Die Kindersitzhersteller führen Fahrzeugtypenlisten, die regelmäßig erweitert und im Internet aktualisiert werden. Daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes bei dem jeweiligen Kindersitzhersteller direkt zu erkundigen.

Unbedingt beachten: Die meisten ISOFIX-Sitze können auch mit dem Fahrzeuggurt im Auto befestigt werden. Der Vorteil der einfacheren Montage geht dabei allerdings verloren.


Installation eines Kindersitzes mit ISOFIX und Top Tether

Einige Kindersitze verfügen neben ISOFIX noch über einen dritten Verankerungspunkt oben am Kindersitz, den sogenannten Top Tether. Der Top Tether-Haltegurt wird mit dem dafür vorgesehenen Ankerpunkt im Fahrzeug verbunden. Dieser befindet sich in der Regel auf der Hutablage oder im Kofferraum. Dabei werden die Ösen verwendet, die mit dem Ankersymbol für Top Tether gekennzeichnet sind . Diese sollten unter keinen Umständen mit normalen Gepäckösen im Kofferraum verwechselt werden.

Generell gilt: Verfügt das Fahrzeug über ISOFIX und Top Tether-Verankerungen, wird in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs erwähnt, dass das Auto für ”Universal-ISOFIX-Kindersitze” geeignet ist. Der Kindersitz muss dann mit ISOFIX und Top Tether befestigt werden. Für diese „ISOFIX Universal“ Kindersitze gibt es keine Fahrzeugtypenliste.

Unbedingt beachten: Der Top Tether-Gurt bringt nur Sicherheit, wenn er auch in der entsprechenden Öse befestigt wird. Andere Haken, wie beispielsweise für das Gepäck, sind unter keinen Umständen zu nutzen. Weitere Informationen dazu sind im Fahrzeughandbuch enthalten.


Installation eines Kindersitzes mit dem Fahrzeuggurt

Universal-Kindersitze werden mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs montiert. Sie passen in fast jedes Fahrzeug. Wichtig dabei: Die Gurte im Auto müssen lang genug sein – für manche Babyschalen sind sie zu kurz. Der Fahrzeuggurt muss an den entsprechend gekennzeichneten Stellen am Kindersitz geführt werden.

Vorsicht: Die Montage mit einem Fahrzeuggurt birgt statistisch gesehen die meisten Fehlerquellen beim Einbau. Bitte beachten Sie hier genau die Herstellerhinweise und Gebrauchsanleitung.

Falls Sie mit der Installation eines Kindersitzes nicht vertraut sind, bitten Sie beim Fachpersonal des Herstellers oder im Handel um Unterstützung. Ein falsch installierter Kindersitz bietet Ihrem Kind grundsätzlich keinen sicheren Schutz!

Zusatzspezifikationen – kleine Extras mit großer Wirkung

Das Stützbein am Kindersitz


Einige Kindersitze verfügen über ein Stützbein. Dieses kann ausgefahren werden, so dass es den Kindersitz am Fahrzeugboden abstützt. Das Stützbein verhindert dabei, dass der Kindersitz bei einem Aufprall nach vorne kippt. Damit ist Ihr Kind noch besser geschützt.

Unbedingt beachten: Das Stützbein darf nicht in jedem Auto verwendet werden. Zum Beispiel, wenn es auf ein Staufach im Fahrzeugboden trifft. Solche Staufächer gibt es etwa bei Geländewagen. Die Abdeckungen der Staufächer sind weniger stabil als der Fahrzeugboden. Fragen Sie hier bitte beim Autohersteller nach, wenn Sie sich unsicher sind.
 

Wie wird ein Kind richtig angeschnallt?

Wie wird ein Kind richtig angeschnallt?


Nur, wenn das Kind richtig im Kindersitz angeschnallt ist und dieser auf das Kind abgestimmt ist, kann er bestmögliche Sicherheit gewährleisten. Wir haben einige Tipps zur sicheren Fahrt im Kindersitz für Sie zusammengestellt.

 

Airbag abschalten!

Der Beifahrer-Airbag muss abgeschaltet werden, wenn auf dem Vordersitz ein rückwärtsgerichteter Kindersitz montiert wird. Die Explosion des Airbags könnte fatale Konsequenzen haben, da er den Kindersitz mit voller Wucht nach hinten schleudert.

Der Beifahrer-Airbag muss wieder aktiviert werden,sobald kein rückwärtsgerichteter Kindersitz mehr auf dem Beifahrersitz installiert ist. Er bleibt ebenfalls aktiviert, wenn ein Kindersitz in Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz verwendet wird.


Unbedingt beachten: Wenn Sie sich unsicher sind, was den Airbag angeht, suchen Sie bitte eine Werkstatt auf.

Sitz anpassen

Der Kindersitz muss zu Größe, Alter und Gewichtsgruppe des Kindes passen. Wenn möglich, sollte dabei die Sitzbreite und Kopfstütze des Kindes angepasst werden.

Unbedingt beachten:
Kindersitze mit hoher Rückenlehne sitzen oft besser, wenn die Kopfstütze im Auto entfernt oder umgedreht wird. Es ist absolut tabu, das Kind ohne Kindersitz mitzunehmen oder gar nur mit den Händen festzuhalten – egal, wie kurz die Fahrtstrecke ist.

Kinder bis zum 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 150 cm müssen im Auto durch ein Kinder­Rückhaltesystem geschützt werden. Die Kindersitze müssen der europäischen Norm ECE R 44 entsprechen.

 

Gurte festziehen

Integrierte Gurte müssen richtig sitzen – also nicht zu lose sein, um ein Herausrutschen des Kindes zu verhindern. Das Gurtsystem muss eng am Körper anliegen: Zwischen Kind und Gurt sollte nur eine flache Hand passen. Das Gurtschloss muss richtig eingerastet sein.

Unbedingt beachten: Vorsicht beim  Anschnallen mit dicken Jacken. Hier kann der Gurt meist nicht richtig und fest eingestellt werden. Daunenjacken werden zwar zusammengepresst, der Gurt ist aber dennoch zu lose oder sitzt an sich nicht richtig. Am besten die Jacke ausziehen und über das angeschnallte Kind legen. Alternativ sorgt eine kuschelige Decke für Wärme.

Gurte prüfen


Kinder spielen gerne am Gurt und am Gurtschloss. Auch wenn die Schlösser so konzipiert sind, dass der Kraftaufwand zum Öffnen für Kinder zu hoch ist, kann es dennoch passieren, dass findige kleine Passagiere das Schloss während der Fahrt öffnen. Achten Sie darauf, dass der Gurt richtig sitzt und Ihr Kind angeschnallt bleibt. Machen Sie auf längeren Fahrten regelmäßig Pausen. Praktisch: Einige neue Kindersitze verfügen mittlerweile über eine akustische Warnmeldung, wenn sich ein Kind abschnallt oder der Gurt zu lose sitzt.
 

Häufige Fehler

Häufige Fehler


Der Kindersitz passt nicht ins Auto


In manchen Fahrzeugen ist die Gurtgeometrie für die Verwendung von Kindersitzen nicht optimal. Wenn die oberen Gurtverankerungspunkte der Außensitze zu weit vorne liegen, kann ein Kindersitz mit der Lehne daran anstoßen. So kann es vorkommen, dass zum Beispiel Kindersitze mit Rückenlehne in der Gruppe 2/3 nicht richtig befestigt werden und die Aufrollautomatik es nicht schafft, den Fahrzeuggurt wieder zurückzuziehen, wenn ein Kindersitz eingespannt ist. Unschön: Dieser Fehler kann auch dann passieren, wenn der Kindersitz auf dem Beifahrersitz verwendet und gemäß der Empfehlung in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs der Beifahrersitz ganz nach hinten geschoben wird. Daher: Gleich beim ersten Gebrauch des Kindersitzes testen.


Falsche Gurtführung

Bei allen Babyschalen wird der Diagonalgurt um das Rückenteil der Schale geführt. Ein häufiger Fehler ist jedoch, dass die Gurte beim Einbau einer Babyschale verwechselt werden. Eine Schutzwirkung ist so nicht gegeben.

Inzwischen gibt es auch Babyschalen, die in Verbindung mit einem Basisgestell verwendet werden können. Diese Basis wird entweder mit ISOFIX  oder mit den Fahrzeuggurten befestigt. Der Ein- bzw. Ausbau wird dadurch deutlich leichter. Fehler bei der Montage, wie z.B. falsche Gurtführungen, sind nahezu ausgeschlossen. Allerdings ist für diese "Basissysteme" noch eine fahrzeugtypische Zulassung erforderlich, und nicht für jedes Fahrzeug ist ein solches System erhältlich. Die Kindersitzhersteller führen Fahrzeugtypenlisten, die regelmäßig erweitert und im Internet aktualisiert werden. Daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes bei dem jeweiligen Kindersitzhersteller direkt zu erkundigen.

Bei Sitzerhöhungen kann es vorkommen, dass die Gurte nicht richtig verlaufen, zum Beispiel zu hoch am Bauch oder zu nah am Hals des Kindes. Dieser Fehler kann häufig bei Sitzkissen ohne Gurtführungen vorkommen. Eine Sitzerhöhung mit Rückenlehne minimiert das Risiko des falschen Gurtverlaufs und bietet dazu noch seitlichen Schutz und mehr Komfort, wenn das Kind einschläft.  

Bei Unsicherheiten zur korrekten Befestigung: unbedingt das Fachpersonal beim Hersteller oder Händler fragen. Am besten wird direkt beim Kauf der Sitz im eigenen Auto vom Verkäufer vorgeführt und beispielhaft montiert.


Die Gurte sind nicht straff genug angezogen

Nicht nur das Kind muss sicher angegurtet werden. Wenn ein Kindersitz im Auto mit dem Fahrzeuggurt befestigt wird muss sichergestellt sein, dass der Gurt in der Führung des Kindersitzes verläuft, das Gurtschloss richtig eingerastet ist und der Gurt straff sitzt. Dafür den Sitz einfach kurz nach vorne ziehen und prüfen, ob er fest sitzt und optimalen Schutz gewährleisten kann.

Die Gurte müssen richtig an den Kindern anliegen, um sicheren Schutz zu gewährleisten. Eine Faustregel ist dabei, dass nur eine Handfläche zwischen Gurt und Körper passen darf. Ist der Gurt zu lose, verrutscht er und gibt im Falle einer Vollbremsung keinen Halt. Ebenfalls dürfen die Gurte unter keinen Umständen verdreht sein.
 

Generelle Tipps für eine sichere Autofahrt

Generelle Tipps für eine sichere Autofahrt


Sicherheit hat viele Gesichter. Aus diesem Grund ist es wichtig, auch im Alltag auf dieses Thema einzugehen.

Der neue Kindersitz

Ein neuer Kindersitz kann nicht nur für die Eltern eine Umstellung bedeuten, sondern auch für ihre Kinder. Umso wichtiger ist es, dass sich die Kinder in dem Sitz wohlfühlen. Wenn möglich, sollte mit dem Kind zusammen ein Sitz ausgesucht und die Farbe bestimmt werden. Machen Sie Ihrem Kind eine Freude. Erklären Sie, dass der Sitz ihm alleine gehört und es sich ganz bequem hineinkuscheln kann. Ein weiterer Pluspunkt: Durch die erhöhte Sitzposition ist der kleine Passagier nun so groß wie Mama oder Papa. Solche Argumente überzeugen deutlich besser als furchteinflößende Erzählungen von Unfällen und Verletzungen. Ihr Kind soll keine Angst vor dem Autofahren entwickeln. Machen Sie es lieber selbst zu einem kleinen Sicherheitsexperten, indem Sie ganz genau erklären, worauf es beim Einbau und Angurten ankommt.

Wenn das Kind selbst auch auf die Sicherheit achtet, wird es den Kindersitz nicht ablehnen, und Sie haben einen kleinen Verbündeten für sicherere Fahrten gewonnen.


Die richtige Kleidung

Kleiden Sie Ihr Kind entsprechend der Innentemperatur Ihres Fahrzeugs –  auf dicke Jacken sollte im Kindersitz verzichtet werden, da diese mit der Zeit nachgeben (zum Beispiel bei Daunen) und die Gurte dadurch nicht mehr richtig sitzen. Stattdessen kann eine Decke für Wärme über dem angeschnallten Kind sorgen. Bei hohen Temperaturen erleichtern eine Sonnenblende und ein Keep Cool Cover Bezug Ihrem Kind die Fahrt.


Der Ein- und Ausstieg beim Autofahren

Am sichersten ist es, wenn die Kinder auf der Gehwegseite ein- und aussteigen. Aber auch hier muss auf andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Radfahrer, geachtet werden.


Kindersicherung im Auto

Kinder beschäftigen sich gerne mit ihrer Umgebung – auch mit Autotüren. Achten Sie deshalb vor Fahrtbeginn darauf, dass die Kindersicherungen aktiv sind und die Türen während der Fahrt von innen nicht geöffnet werden können.


Kinder nicht alleine im Auto lassen

In manchen Ländern ist es strafbar, ein Kind alleine im Auto zu lassen – auch wenn nur mal „schnell“ etwas erledigt werden muss. Auch wenn in Deutschland diese strenge Gesetzeslage nicht gilt: Bitte Kinder nicht allein im Auto sitzen lassen. 


Vorsicht vor schweren Gegenständen im Auto

Schwere Gegenstände müssen richtig gesichert sein. Legen Sie zum Beispiel Bücher nicht lose auf die Rückfenster-Ablage, sondern verstauen Sie sie sicher im Fußbereich oder im Kofferraum. Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung können selbst kleine Gegenstände zu schweren Verletzungen führen.


Genügend Pausen bei längeren Fahrten machen

Autofahrten sollten nicht länger als 2 Stunden dauern, wenn Ihr Kind noch klein ist. Die Pausen können gut genutzt werden, um für Bewegung, einen gesunden Snack oder ausreichend Flüssigkeit zu sorgen. Wenn der kleine Co-Pilot noch ein Baby ist, sollte sogar die Fahrtdauer von 20 Min nicht überschritten werden.



Die richtige Verpflegung

Geben Sie Ihrem Kind vor und während langer Fahrten nichts schwer Verdauliches zu essen. Als Zwischenmahlzeit unterwegs eignet sich Obst, trockenes Gebäck sowie Kekse. Und es sollten jederzeit ausreichend Getränke zur Hand sein. Feuchttücher sind für kleine Kleckereien ebenfalls empfehlenswert.


Beschäftigung während der Fahrt

Geeignete Spielsachen lassen jede Fahrt kürzer erscheinen. Ob das Lieblingskuscheltier, Bücher, Puzzles, Malsachen, Musik-CDs, Karten- und Ratespiele – das Kind kann mitentscheiden, was es gerne zur Beschäftigung mit an Bord nehmen möchte. Denken Sie auch an eine Rückenlehnentasche, um die Spielsachen sicher zu verstauen. Bei längeren Fahrten gilt: Regelmäßige Pausen einhalten.

  

Sicherheit für behinderte Kinder

Sicherheit für behinderte Kinder


Systeme für behinderte Kinder müssen nach der Dritten Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften nicht unbedingt den ECE-Prüfnormen entsprechen. Dies gilt allerdings nur, wenn ein Arzt bescheinigt, dass ein herkömmliches, nach der ECE Norm R44  (Version 03 oder 04) zugelassenes System für das Kind aufgrund dessen Behinderung nicht geeignet ist. Diese Bescheinigung darf nicht älter als vier Jahre sein, ist mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Seite www.thomashilfen.de

Beförderung von Kindern in Fahrzeugen ohne Sicherheitsgurte und im Taxi

Beförderung von Kindern in Fahrzeugen ohne Sicherheitsgurte und im Taxi


Seit dem 01. Oktober 1999 müssen alle Reisebusse über 3,5 Tonnen mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sein. Eine Nachrüstpflicht für ältere Fahrzeuge besteht nicht. Sind Gurte vorhanden, müssen diese auch benutzt werden. Aus technischen Gründen werden in Reisebussen in der Regel automatische Zweipunktgurte verbaut, die verhindern sollen, dass die Insassen im Bus herumgeschleudert werden.

Eine Verpflichtung zur Benutzung von Kinderrückhaltesystemen gibt es in Bussen bisher nicht. Demnach müssen Kinder, die schon selbstständig sitzen können, nur mit dem vorhandenen Gurt gesichert werden. Für Babys empfehlen wir dringend, eine Babyschale zu verwenden und diese mit dem Beckengurt zu befestigen.

Von der Regelung für Reisebusse ausgenommen sind Linienbusse des öffentlichen Personennahverkehrs. Im Linienverkehr gibt es keine Anschnallpflicht. Dies gilt auch, wenn ein mit Gurten ausgerüsteter Reisebus im Linienverkehr eingesetzt wird.

Der Schülertransport wird entweder im Linien- oder im freigestellten Schülerverkehr durchgeführt. Beim freigestellten Schülerverkehr ist die Gemeinde der Träger und kann bei der Ausschreibung einzelne Kriterien vertraglich mit dem Busunternehmen vereinbaren (z.B. es sind keine Stehplätze erlaubt, oder es dürfen nur Busse mit Gurten eingesetzt werden). Mehr Informationen zum Schultransport gibt es hier.

 

 

Fahrten im Taxi 

 

Die generelle Sicherungspflicht für Kinder gilt auch für Fahrten im Taxi. Allerdings gibt es hier eine Sonderregelung: Aus Platzgründen müssen Taxifahrer nur zwei Kindersitze der ECE-Gruppe 1, 2 oder 3 bereithalten. Für ein Kind müssen Taxifahrer mindestens einen Sitz der Klasse 9 bis 18 kg zur Verfügung stellen. Eltern sollten das Taxiunternehmen schon beim Anruf informieren, dass sie einen Kindersitz benötigen. Babyschalen (Gruppe 0/0+) muss der Fahrgast selbst mitbringen.  

 

Werden Kinder nur mit dem Erwachsenengurt oder gar nicht gesichert, muss der Fahrer entweder ein Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro oder ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro zahlen. Werden Kinder regelmäßig im Taxi befördert (Festauftrag) dann gilt die gesetzliche Sicherungspflicht in vollen Maße. 

 

Zu beachten: Auch bei kurzen Taxifahrten sollte man das Kind richtig im Kindersitz sichern. 

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