FAQ

Welche verschiedenen Rückhaltesysteme für Kinder gibt es, und wie unterscheiden sie sich?

Welche verschiedenen Rückhaltesysteme für Kinder gibt es, und wie unterscheiden sie sich?


Seit April 1993 gilt in Deutschland laut § 21 Absatz 1 StVO eine generelle Sicherheitspflicht für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder einer Körpergröße von 150 cm in Kraftfahrzeugen. Das Gewicht des Kindes entscheidet über die Auswahl des Sitzes. Babys bis 13 Kilo bzw. 15 Monate müssen in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz transportiert werden. Ab Gruppe 1 (9 bis 18 Kilo) können Eltern sich zwischen verschiedenen Kindersitzsystemen entscheiden. Zunehmend gewinnen Faktoren wie Größe und Alter des Kindes an Bedeutung. Mehr dazu erfahren Sie im Bereich i-Size.


5-Punkt-Gurt-System

Bei einem 5-Punkt-Gurt-System wird der Kindersitz mit dem Fahrzeuggurt oder durch ISOFIX gesichert. Das Kind wird durch fünf Gurte geschützt: Diese werden über die Schultern und die Hüften gelegt und an dem Gurtschloss, das zwischen den Beinen nach oben geführt wird, befestigt. Der 5-Punkt-Gurt liegt eng an den Beckenknochen (Schritt- und Hüftgurte) an und verläuft entlang den Schultern und dem Brustkorb (Schultergurte). Wenn das Kind sich bei einem Zusammenstoß nach vorne bewegt, wird es von einem ordnungsgemäß festgezogenen Gurtsystem zurückgehalten und kontrolliert abgebremst. Die einwirkenden Aufprallkräfte werden über die Gurte in den Sitz geleitet und auf die starken Knochen des Körpers verteilt. Dadurch werden lebenswichtige Organe im Falle eines Aufpralles geschützt. Zudem passt sich der Sitz der Kontur des Kindes an.


Fangkörper-Systeme

Das Fangkörper-System besteht aus einer Sitzschale mit Fangkörper, auch als Sicherheitskissen, Aufprallkörper oder Spieltisch bezeichnet. Die Befestigung des Kindersitzes und die Sicherung des Kindes erfolgt durch Fangkörper und Fahrzeuggurt. Der Fangkörper liegt dabei auf dem Bauchbereich des Kindes und wird durch den darüber liegenden Fahrzeuggurt festhalten. Bei Sitzschalen mit ISOFIX-Befestigung wird das Kind ebenfalls durch einen am Sitz befestigten Fangkörper gesichert. Bei einem Frontalaufprall wird das Kind durch den Fangkörper gehalten.


Kombinationssitze

Viele Hersteller bieten Kindersitze an, die mehrere Gruppen abdecken und damit über eine längere Zeit genutzt werden können. Ab der Gewichtskategorie 1 sind diese Sitze erhältlich. Vorteil der Sitze ist, dass man Kinder unterschiedlicher Größen mitnehmen kann. So eignen sich die Sitze zum Beispiel gut für Großeltern, die das Kind nur ab und zu transportieren und den Sitz nicht jedes Jahr austauschen wollen. Die Ersparnis beim Kauf eines solchen Sitzes ist jedoch meistens gering, da man noch Budget für mehrere neue Sitzbezüge einrechnen muss. Zu bedenken ist, dass sich der Körper eines Kindes zwischen dem ersten und 12. Lebensjahr sehr stark verändert.

 

 

Vorwärts- oder rückwärtsgerichtet? Was ist für mein Kind sicherer?

Vorwärts- oder rückwärtsgerichtet? Was ist für mein Kind sicherer?


Eine der Hauptfragen, die sich viele Eltern stellen, ist die Entscheidung, ob sie besser einen vorwärts- oder rückwärtsgerichteten Kindersitz benutzen sollen. Für Neugeborene und Kleinkinder bis zu einem Alter von 15 Monaten ist es laut i-Size  vorgeschrieben, einen rückwärtsgerichteten Sitz zu verwenden. Diese Sitzposition bietet bei Frontalunfällen den besten Schutz. Die einwirkenden Kräfte werden über Kopf, Hals und Oberkörper in den Sitz abgeleitet. Dies ist besonders wichtig, da Babys und Kleinkinder noch keine gut ausgebildete Nacken- und Rückenmuskulatur haben.

Es gibt auch die Möglichkeit, größere Kinder in rückwärtsgerichteten Kindersitzen der Gewichtsklasse 0+/1, sogenannten Reboard-Sitzen , zu sichern. Der Schutz ist auch hier hoch, allerdings ist der Einbau dieser Sitze oft kompliziert, und einige Autos bieten nicht genug Platz für diese Sitze. Viele Eltern wollen ihre Kinder außerdem auch während der Fahrt ansehen können oder haben Bedenken, dass dem kleinen Passagier schlecht werden könnte.

 

 

Sitzerhöhung oder doch Kindersitz?

Sitzerhöhung oder doch Kindersitz?


Sitzerhöhungen mit Kopf- und Seitenschutz haben im Gegensatz zu den Kindersitzen bis Gruppe 2 keinen integrierten Gurt oder Fangkörper, sondern werden mit dem Fahrzeuggurt, der quer über die Brust und den Sitz verläuft, gesichert. Durch die Sitzerhöhung sitzt das Kind höher: Der Fahrzeuggurt wird perfekt über die Schulter geführt, ohne den Hals zu schneiden. Rote Hinweiszeichen zeigen auf, wo der Gurt verlaufen sollte. Dieser ist richtig angebracht, wenn er über die Schultern und Brust hin zum Becken verläuft. Wichtig dabei ist, dass der Gurt nicht im Bauchbereich und im Nackenbereich liegen darf. Durch die Seitenwände und den Kopfschutz des Kindersitzes sind Kinder im Falle eines Unfalles geschützt.

 

 

Was besagt die Regelung ECE R 44/04, und warum ist sie wichtig?

Was besagt die Regelung ECE R 44/04, und warum ist sie wichtig?

 
Rückhaltesysteme für Kinder müssen nach der ECE Regelung 44 gebaut, geprüft und genehmigt sowie mit dem ECE-Prüfzeichen gekennzeichnet sein. Kindersitze sind mit einem orangefarbenen Etikett mit dieser Norm gekennzeichnet. Seit 8. April 2008 dürfen nur noch Kindersitze verwendet werden, die den Prüfnormen ECE R44/03 oder ECE R44/04 entsprechen. Beim Neukauf sollten Eltern darauf achten, Sitze auszuwählen, die nach diesen neuesten Normen getestet wurden. Die über 13 Jahre alten Kindersitze mit einer Prüfnummer ECE R44/01 oder ECE R44/02 erfüllen nicht mehr die heutigen Sicherheitsanforderungen. Deswegen dürfen diese Kindersitze seit 2008 nicht mehr verwendet werden.

 

 

Wofür steht i-Size?

Wofür steht i-Size?

  
Seit dem 9. Juli 2013 gibt es eine neue EU-Richtlinie zur Kindersicherheit im Auto, die sogenannte i-Size (ECE R 129) Regelung. Diese Regelung, erarbeitet von der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE), wird in den nächsten Jahren parallel zur bestehenden Regelung ECE R44 gelten.

Wesentliche Änderungen sind dabei folgende:

  • In einem i-Size Sitz müssen Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten rückwärtsgerichtet transportiert werden.
  • Die i-Size-Zulassung umfasst einen Seitenaufpralltest.
  • Um das Risiko einer falschen Installation zu minimieren, sind für i-Size nur ISOFIX-Kindersitze zugelassen.
  • Kindersitze werden nur noch nach Größe und Alter des Kindes eingeteilt und nicht mehr nach Gewicht. Diese Einstufung ist repräsentativer als Maßstab für die Beschaffenheit des Kindersitzes als das Gewicht eines Kindes.
  • Jeder i-Size Sitz passt in ein i-Size Auto.

 

i-Size soll Eltern die Wahl und Installation des Kindersitzes erleichtern und die Sicherheit für Kinder erhöhen.
 
Die i-Size-Regelung ersetzt bislang allerdings nicht die übliche ECE R44 Regelung. Die ECE R44 Regelung ist nach wie vor von der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben und wird erst 2018 von i-Size abgelöst werden. In einer Übergangszeit gelten zunächst beide Regelungen. So betrifft die i-Size-Regelung nur Kindersitze, die per ISOFIX befestigt werden können. Für Sitze ohne ISOFIX-Befestigung wird es keine neue Regelung geben. I-Size zugelassene Kindersitze können auch in heutigen Fahrzeugen bereits eingesetzt werden. Sofern das Fahrzeug über Isofix verfügt und der Kindersitzhersteller das Fahrzeug in der Fahrzeugtypenliste freigegeben hat.

Was muss ich bei meinem Fahrzeug beachten?

Erst seit dem 15. Juli 2013 werden Fahrzeuge nach der aktualisierten i-Size Regelung zugelassen. Dementsprechend wird sich die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge mit geprüften i-Size Sitzpositionen erst entwickeln. Ein i-Size-Kindersitz kann dann in alle Fahrzeuge mit i-Size-fähigen Sitzplätzen eingebaut werden.

 

 

Was ist ISOFIX?

Was ist ISOFIX?


ISOFIX ist eine weltweit normierte Steckverbindung und dient zur festen Fixierung des Kindersitzes im PKW. Durch die Verbindung zwischen Fahrzeug und Kindersitz werden Einbaufehler vermieden, und im Falle eines Unfalles wirken geringere Belastungen auf das Kind ein. ISOFIX-Kindersitze werden über zwei „Greifarme“ fest mit dem Fahrzeug verbunden, der Fahrzeuggurt wird nicht mehr benötigt. Je nach Modell wird die Installation durch ein Stützbein oder einen oberen Haltegurt (Top Tether) ergänzt. Insgesamt erleichtert ISOFIX die Handhabung und den Einbau des Sitzes und erhöht den Schutz für die Kleinsten an Bord.

Was man wissen sollte…

  • Das Auto muss über die erforderlichen ISOFIX-Halterungen, die zwischen dem Spalt der Sitzlehne und Sitzbank liegen, verfügen.
  • Manche Fahrzeuge sind zwar prinzipiell für ISOFIX geeignet – für die Montage der Bügel muss man allerdings extra zahlen. Auch bieten manche Fahrzeughersteller ISOFIX für den Beifahrersitz an.
  • Sicherer Vorteil: Man braucht keine Fahrzeuggurte für die Befestigung des Sitzes mehr und Montagefehler werden nahezu vermieden.
  • Durch die starre Installation an das Fahrzeug fallen die einwirkenden Kräfte auf das Kind bei einem Unfall geringer aus.
  • Einfacher Ein- und Ausbau des Kindersitzes.
  • Mit ISOFIX können Sitze vorwärts- sowie rückwärtsgerichtet eingebaut werden.
  • Manche ISOFIX-Sitze können auch mit einem serienmäßigen Fahrzeuggurt befestigt werden, wenn im Fahrzeug keine ISOFIX-Vorrichtung vorhanden ist.

 

 

Wie erkenne ich den richtigen Sitz für mein Kind?

Wie erkenne ich den richtigen Sitz für mein Kind?

 
Empfehlungen aus dem Freundeskreis sind gut und wichtig, müssen aber nicht zwangsläufig zu dem Sitz führen, der zu den Bedürfnissen des eigenen Kindes passt. Denn beim Kauf eines Kindersitzes gilt: Prüfen Sie genau, ob der Wunschsitz zu Ihrem Kind und Ihrem Auto passt. Folgende Fragen müssen geklärt werden um herauszufinden, welche Modelle überhaupt in Frage kommen:

 

  • Wie schwer und wie groß ist mein Kind? Hier hilft die Orientierung der Gewichtsklassen nach der ECE R44 Regelung.
  • In welchem Auto (Marke, Typ, Größe) transportiere ich mein Kind? Bietet dieses Modell spezielle Ausstattungen für Kinder wie einen ausschaltbaren Beifahrer-Airbag, ISOFIX-Halterungen oder höhenverstellbare Fahrzeuggurte?
  • Wer wird noch im Auto transportiert, z.B. weitere Kinder? Je nach den eigenen Bedürfnissen, fallen viele Kindersitze bereits jetzt aus dem Raster heraus. Viele Hersteller von Kindersitzen bieten eigene Profil-Checks an, bei denen Sie diese Information eingeben und sich Modelle vorschlagen lassen können. Je nach dem Gewicht und der Größe des Kindes kann man zwischen verschiedenen Kindersitzmodellen unterscheiden.

 

Professionelle Beratung geht vor!

Damit die Auswahl stimmt, sollten sich Eltern bei einer Verkaufsberatung über die verschiedenen Modelle informieren lassen. Das Kind sollte bei der Beratung mit dabei sein, um die möglichen Sitze direkt zu testen und sich damit anzufreunden. Durch Einbeziehung in die Auswahl steigt auch die Akzeptanz für den Sitz. Mit dem Berater sollte geprüft werden, ob der Sitz zu Kind und Auto passt und ob ein ISOFIX-Sitz für das jeweilige Fahrzeug freigegeben ist. Dann sollte der Wunschsitz mit professioneller Anleitung im eigenen Fahrzeug montiert werden. So werden spätere Einbaufehler vermieden.

 

 

Wofür stehen die verschiedenen Gruppentypen der Sitze?

Wofür stehen die verschiedenen Gruppentypen der Sitze?

 

Die Auswahl des Kindersitzes ist aktuell noch nach dem Gewicht des Kindes vorzunehmen und teilt sich auf fünf Kategorien auf. Viele Hersteller bieten auch Kombinationssitze, die für zwei oder mehrere Gewichtsklassen geeignet sind und so über einen längeren Zeitraum benutzt werden können.

 

 

GruppeGewicht    Alter des Kindes
0bis 10 kgca. 6 Monate
0+bis 13 kgca. 15 Monate
I9 bis 18 kgca. 9 Monate bis 4 Jahre
II15 bis 25 kgca. 3 bis 6 Jahre
III22 bis 36 kg   ca. 6 bis 12 Jahre

 

Passend zu den Gewichtskategorien gibt es verschiedene Kinderschutzsysteme. Babys bis Gruppe 0+ werden in rückwärtsgerichteten Babyschalen transportiert. In dieser Gruppe werden Kinder im Allgemeinen durch einen 3- oder 5-Punkt-Gurt gehalten, während es für Gruppe 1 verschiedene Systeme gibt, zwischen denen Eltern wählen können. Am häufigsten werden hier 5-Punkt-Gurtsysteme oder Fangkörpersysteme verwendet. 

 

 

Wie baue ich einen Kindersitz richtig ein?

Wie baue ich einen Kindersitz richtig ein?

   

Ob Gurt, ISOFIX oder Top Tether: Die wichtigsten Tipps finden Sie hier.

 

 

Wo sitzt das Kind im Auto am sichersten?

Wo sitzt das Kind im Auto am sichersten?

  

Die Plätze in der zweiten Sitzreihe eines Autos sind grundsätzlich am sichersten für Kinder. Der mittlere Platz ist der sicherste, da dort das Kind von den Seitenwänden am weitesten entfernt und bei einem Aufprall optimal geschützt ist. Allerdings ist hier zu beachten, dass viele Fahrzeuge in der Mitte nur einen Zweipunktgurt (Beckengurt) aufweisen und mit diesem Gurtsystem viele Kindersitze nicht befestigt werden dürfen. Auch bieten viele neue Fahrzeuge ISOFIX-Halterungen zumeist nur auf den äußeren Plätzen der zweiten Reihe an.

Nächstbeste Sitzposition für ein Kind ist daher die rechte Fahrzeugseite, denn das Kind kann zum sicheren Fahrbahnrand aussteigen.

 

 

Wie kann ich mehrere Kinder sicher im Auto unterbringen?

Wie kann ich mehrere Kinder sicher im Auto unterbringen?

  

Können mehrere Kinder in einem Auto sicher mitfahren? Diese Frage stellt sich vor allem Großfamilien. Entscheidend ist die Größe des Autos: So eignen sich Kompakt- und Minivans dafür, da sie oftmals eine breite Rückbank haben. Hier können dann auch moderne ISOFIX-Kindersitze eingebaut werden. Falls die Rückbank nicht groß genug ist für drei Kindersitze, bietet sich noch eine andere Möglichkeit: Ein Kind kann auf dem Beifahrersitz mit Kindersitz untergebracht werden.

 

 

Ist ein gebrauchter Kindersitz sicher?

Ist ein gebrauchter Kindersitz sicher?

 

Gebrauchte Kindersitze zu verwenden birgt einige Gefahren in sich. So sind Sitze, die vor fünf Jahren noch den neuesten Sicherheitsbestimmungen entsprochen haben, heute nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Zum einen sorgt eine konstante Weiterentwicklung der Rückhaltesysteme dafür, dass die Kindersitze immer sicherer werden, zum anderen kann eine Abnutzung von gebrauchten Kindersitzen dazu führen, dass die Sicherheit des Kindes oft nicht mehr gewährleistet wird. Gebrauchten Sitzen kann ein modernes Gurtsystem, seitlicher Aufprallschutz im Kopf-, Brust- und Beckenbereich, ISOFIX oder ein Gurtschloss mit hoher Schlossöffnungskraft fehlen. Dazu kommt, dass Schäden aus vorangegangen Unfällen nicht einfach mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, ein beschädigter Sitz aber keine optimale Sicherheit bieten kann.


Und wenn doch gespart werden muss?

 

  • Kindersitze müssen mit der Prüfnummer ECE R44/03 oder ECE R44/04 gekennzeichnet sein. Prüfnummern mit der Nummer 01 oder 02 sind veraltet und dürfen nicht mehr verwendet werden!
  • Wer den Vorbesitzer kennt, ist klar im Vorteil. So sollte dieser den sorgfältigen Umgang und die Unfallfreiheit bestätigen.
  • Vor dem Kauf die Funktionalität testen. In der Bedienungsanleitung findet man die Funktionen aller beweglichen Teile. Fehlen Teile des Sitzes oder sind welche beschädigt, gilt: Hände weg!
  • Gebrauchte Sitze prüfen lassen. An bestimmten Stützpunkten der Autofahrerclubs können diese durch geschulte Mitarbeiter überprüft werden.
  • Vor Kauf des Sitzes sollte die Installation gecheckt werden. So kann man das Kind probesitzen lassen und sicher gehen, dass der Sitz zu dem Kind und in das Auto passt.

 

 

Worauf muss ich achten, wenn mein Auto mit Airbags ausgestattet ist?

Worauf muss ich achten, wenn mein Auto mit Airbags ausgestattet ist?

 

Airbags sind dafür da, die Insassen eines Autos im Falle eines Unfalles zu schützen. Doch für Kinder stellen sie auch eine Gefahr dar. Neue Automodelle sind neben den üblichen Fahrer- und Beifahrer-Airbags auch oftmals mit Seiten- und Kopf-Airbags ausgerüstet.

Rückwärtsgerichtete Babyschalen dürfen auf dem Beifahrersitz transportiert werden, allerdings muss hier unbedingt der Beifahrer-Airbag deaktiviert werden. Wiederum werden vorwärts-gerichtete Kindersitze auf dem Beifahrersitz nur von den wenigsten Fahrzeugherstellern empfohlen. Warnhinweise in Form von Piktogrammen sind auf den Türen oder auf den Airbags angebracht.

Eltern, die ihre Kinder in Autos mit Seiten-Airbags transportieren, sollten unbedingt darauf achten, dass im Bereich zwischen Kindersitz und Airbag-Verkleidung keine Gegenstände wie zum Beispiel Spielzeug liegen. Bei größeren Kindern, die mit einer Sitzerhöhung gesichert sind, kann es vorkommen, dass sie beim Schlafen mit dem Kopf und Oberkörper in den Austrittsbereich der Seiten-Airbags, die Türverkleidung, kommen. Um der Gefahr entgegenzu-wirken ist deshalb zu empfehlen, so lange wie möglich Sitzerhöhungen mit einer Rückenlehne zu verwenden.
 
Tipp: Eltern sollten in jedem Falle die Hinweise in der Fahrzeugbedienungsanleitung zu Beifahrer- und Seiten-Airbags berücksichtigen oder sich in einer Werkstatt beraten lassen.

  

Was passiert mit einem Kind während eines Aufpralls?

Was passiert mit einem Kind während eines Aufpralls?

 

Jeder Unfall verhält sich natürlich anders. So gibt es Frontal- und Seitenaufprälle oder auch Unfälle mit Überschlag. Was genau bei einem Aufprall passiert, hängt auch davon ab, womit das Auto kollidiert. Bei einem Frontalaufprall als häufigster Unfallform wird das Kind nach vorne geschleudert und vom Gurt oder Fangkörper gestoppt.
 
Andere Unfälle können vertikale, laterale oder schräg wirkende Kräfte mit einseitiger Belastung der Frontpartie (Offset-Aufprall) auslösen. Durch Überschläge, seitlich wirkende Kräfte oder Seitenaufprall kann das Kind aus dem Kindersitz herausgeschleudert werden oder herausrutschen.

Ein weiterer Einflussfaktor kann die Größe des PKWs sein. Insassen von größeren Autos sind in der Regel besser geschützt. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die verwendeten Kindersitze den gesetzlichen Richtlinien entsprechen und zu dem Gewicht des Kindes passen.

 

 

 

Erfahrt mehr darüber, wie ihr mit euren Kinder auf der Straße sicher unterwegs seid in unser Kategorie Sicherheitstipps für den Alltag. Ob Baby, Kleinkind oder Schulgänger  - hier finden sich Sicherheitstipps für jede Altersguppe. 

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