Baby an Bord

Spätestens mit dem ersten Kind steigt das Bewusstsein für Sicherheit. Deshalb geht es in diesem Abschnitt um Babys. Kindersitze für Babys werden in die Produkt-Kategorien 0 und 0+ eingeteilt. In der Kategorie „0“ spricht man von sogenannten Babywannen, die bis zu einem Körpergewicht von 10 kg ausgelegt sind. Dies entspricht im Normalfall einem Alter bis zu ca. 6 Monaten. Babyschalen der Kategorie „0+“ können bis zu einem Körpergewicht von 13 kg verwendet werden (Geburt - ca. 15 Monate)  


Worauf kommt es an?

 

Ein Baby darf im Auto ausschließlich in einer Babywanne oder Babyschale transportiert werden. Es während der Fahrt im Arm zu halten, ist absolut tabu und gesetzlich verboten. Bei der Mitnahme in einer Babyschale ist darauf zu achten, dass eine flache Liegeposition eingehalten und nach einer zweistündigen Fahrt mit dem Baby eine Pause eingelegt wird. Denn: Die Wirbelsäule befindet sich noch im Wachstum und auch die Muskulatur ist noch nicht ausgeprägt genug, um sie ausreichend stützen zu können. Bei Säuglingen können in einer halbliegenden Position in der Babyschale sogar Atmungsprobleme entstehen, wenn der Kopf des Babys zum Beispiel beim Schlafen nach vorne fällt. Deshalb bei unvermeidbaren Fahrten – insbesondere mit Frühgeborenen, Risikokindern und sehr schwachen Säuglingen – im Zweifelsfall den Kinderarzt fragen, ob sogar für einige Zeit eine Beförderung in flacher Liegeposition in einer Babywanne erforderlich ist.

 

Bei einigen Babyschalen kann die Liegeposition angepasst werden. Lesen Sie hierzu die Bedienungsanleitung zur richtigen Einstellung sorgfältig durch und beachten Sie auch die Herstellerhinweise.

 

Der in der Babyschale vorhandene Gurt muss immer eng am Körper des Babys anliegen. Wichtig für die Kaufentscheidung: Lassen sich die Schultergurte in der Höhe verstellen (Bedienungsanleitung beachten) und können die Gurte auch ganz eng angezogen werden? Ist dies nicht der Fall, dann ist die Schale für Neugeborene ungeeignet. Beim Einbau der Babyschale mit dem Fahrzeuggurt  dürfen die Gurte auf keinen Fall verdreht sein, da dies ein rechtzeitiges Einrasten des Automatikgurtes des Autos verhindert. Der Kindersitz dreht sich dann im schlimmsten Fall bei einem Aufprall sogar aus dem Fahrzeuggurt heraus. Babyschalen können auch mithilfe einer ISOFIX-Basis befestigt werden, die im Auto bleibt. Die Babyschale rastet dann auf dieser Basis ein. Der Vorteil hierbei ist, dass die Babyschale samt Kind bequem aus dem Auto genommen werden kann.Das Gewicht des Babys ist ein entscheidender Faktor


Kindersitze sind immer nach Gewichtsgruppen  (0, 0+, 1, 2 und 3) eingeteilt. Die Körpergröße ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Das Alter des Kindes ist lediglich ein grober Anhaltspunkt, für die Kaufentscheidung aber letztlich nicht von Bedeutung.

Babys bis zu einem Körpergewicht von 9 kg dürfen nicht in Fahrtrichtung befördert werden (hier gibt es keine gesetzlichen Ausnahmen). Die Mitnahme in einigen speziellen Babywannen der Gruppe 0 ist ebenfalls möglich. Das Baby liegt dann quer zur Fahrtrichtung. Bitte hier genau die Herstellerhinweise beachten.



Das richtige Einstellen der Babyschale und rückwärtsgerichtete Ausrichtung

Das Baby muss in der Babyschale mit dem Kopf vollflächig aufliegen und darf das auf dem Kindersitz angegebene Gewicht nicht überschreiten. Bei Neugeborenen ist darauf zu achten, dass die Liegeposition beim rückwärtsgerichteten System nicht zu steil ist. So wird das Einknicken im Kopf-/Halsbereich verhindert und den daraus resultierenden Atemschwierigkeiten vorgebeugt. Die korrekte Kopfposition ist wichtig, da sonst im Falle eines Unfalls das Risiko von starken Verletzungswerten im Kopf- und Halsbereich steigt. Idealerweise sollte man sich für einen Sitz entscheiden, der die Liegeposition über die Nackenpolster und Stützelemente im Rücken- und Beckenbereich unterstützt.

Falls die Beine bei der Babyschale überstehen und am Fahrzeugsitz anstoßen, ist das kein Anzeichen dafür, dass der Kindersitz sofort gewechselt werden muss. Im Gegenteil: Ein zu frühes Umsetzen in einen vorwärts gerichteten Sitz kann bei einem Unfall oder einer starken Bremsung, infolge der Schleuderbewegung des Kopfes, schlimme Verletzungen der Halswirbelsäule zur Folge haben. Daher sollten Babys so lange wie möglich rückwärtsgerichtet transportiert werden.

 

 

Beifahrer-Airbag bei Babyschalen deaktivieren

 

Eine Babyschale darf nur dann auf dem Vordersitz transportiert werden, wenn der Airbag deaktiviert werden kann und ausgeschaltet ist. Ist dies nicht möglich, muss die Babyschale entgegen der Fahrtrichtung auf dem Rücksitz montiert werden.

 

 

Gurtführung bei Babyschalen

 

Die Babyschale muss genau nach Anleitung des Herstellers befestigt werden. Dabei gibt es die Möglichkeit, die Schale mit einem Fahrzeuggurt zu befestigen oder mit ISOFIX. Stellen Sie sicher, dass der Sicherheitsgurt des Autos die Babyschale richtig hält bzw. die Schale auf der ISOFIX-Basis korrekt eingerastet ist. Bei einem Fahrzeuggurt muss der Gurt durch die gekennzeichneten Gurtführungspunkte geführt werden. Üben Sie das Befestigen der Babyschale ausreichend, und vergewissern Sie sich über den festen Halt der Babyschale. Im Sitz blickt das Baby dann immer nach hinten. Das in der Babyschale integrierte Gurtsystem muss eng am Körper des Babys anliegen – wenn Sie den Gurt straff gezogen haben und zwei Finger zwischen Baby und Gurt passen, sitzt er richtig.

 

 

Schnäppchen?

 

Vorsicht vor gebrauchten Kindersitzen oder Babyschalen! Ähnlich wie bei einem Fahrradhelm, können Kindersitze oder Babyschalen durch einen Aufprall oder Unfall unsichtbare Risse erhalten. So bieten sie keinen perfekten Schutz mehr. Beim Kauf eines gebrauchten Kindersitzes oder einer Babyschale muss ein vorheriger Unfall oder Aufprall (beispielsweise wenn eine Babyschale herunterfällt) ausgeschlossen werden können. Eine Selbstprüfung nach Rissen reicht hier nicht aus. An bestimmten Stützpunkten der Autofahrerclubs können gebrauchte Kindersitze durch geschulte Mitarbeiter überprüft werden. Ebenfalls muss der gebrauchte Kindersitz oder Babyschale den aktuell gültigen Prüfnormen ECE R44/04 oder R44/03 bzw. der i-Size-Regulierung entsprechen. Im Zweifelsfall sollte lieber in die Sicherheit investiert und ein neuer Sitz gekauft werden.

 

 

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